Bosch SHU 3012 UC User Manual Page 140

  • Download
  • Add to my manuals
  • Print
  • Page
    / 593
  • Table of contents
  • BOOKMARKS
  • Rated. / 5. Based on customer reviews
Page view 139
140
IZA-World Bank Workshop
The Informal Economy and Informal Labor Markets
in Developing, Transition and Emerging Economies
Der ökonomische Aufholprozess von Entwicklungsländern
wird durch proble-matische Strukturen der jeweiligen Volks-
w
irtschaften im Hinblick auf schattenwirtschaftliche Aktivi-
t
äten und einen ausgeprägten informellen Wirtschaftssek-
t
or immer wieder in Frage gestellt. Zugleich untergräbt die
Intensität solcher Aktivitäten die soziale Sicherung in diesen
Staaten. Die genauere Analyse der besonderen Gegebenhei-
t
en und Mechanismen des Wirtschaftens in den sich entwi-
c
kelnden Volkswirtschaften, aber auch manchen Schwel-
l
enländern, ist deshalb Vorausbedingung für mehr Chan-
c
engleichheit und Effizienz in der globalen Entwicklungs-
z
usammenarbeit. Vor diesem Hintergrund fand im Januar
2007 im italienischen Bertinoro ein von IZA und Weltbank
organisierter und von der italienischen Fondazione Cassa
dei Risparmi di Forli unterstützter Workshop statt, der den
Stand der Forschung zu diesem Thema bündelte. Organisiert
von Hartmut Lehmann, Riccardo Rovelli (beide University of
Bologna und IZA) und Stefano Scarpetta (OECD und IZA),
konzentrierte sich die Fachtagung auf die Diskussion dreier
Modelle zur Beschreibung informeller Beschäftigung und ih-
r
es besonderen Stellenwerts in Entwicklungsländern.
Nach dem traditionellen Modell ist die Marktsegmentierung
als Kernproblem der Arbeitsmärkte in Entwicklungsländern
anzusehen. Das Modell erfasst die informelle Beschäftigung
als zweiten, ungewollten („schlechten“) Sektor ungewollt
in dem Sinne, dass sich dieser Sektor zu einem Großteil aus
Arbeitskräften rekrutiert, die aus dem überllten ersten
(„guten“) Sektor verdrängt werden. Ein alternativer Erklä-
r
ungsansatz sieht den Ausgangspunkt informeller Beschäf-
t
igung in der freien Entscheidung der Arbeitnehmer, die sich
durch ein informelles Beschäftigungsverhältnis erheblich
besser stellen, als dies im Rahmen einer formellen Beschäf-
t
igung möglich re. Einem dritten Modell zufolge besteht
der informelle Sektor aus einem begrenzten Kontingent „gu-
t
er, freiwillig angenommener Beschäftigungsverhältnisse,
zum größten Teil aber aus frei zugänglichen „schlechten“
Jobs, die Arbeitnehmer gezwungenermaßen annehmen.
Ort:
Bertinoro, Italien
Datum:
26.–27. Januar 2007
Veranstalter:
IZA, Weltbank, Fondazione Cassa dei Risparmi di Forli
Organisation:
Pierre Cahuc (
University of Paris 1 and IZA), Winfried Ko-
eniger (Queen Mary, University of London and IZA), Uwe
Sunde (University of St. Gallen and IZA), Gerard J. van den
Berg (Free University of Amsterdam and IZA)
Page view 139
1 2 ... 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 ... 592 593

Comments to this Manuals

No comments