techniken, schlagen neuartige Instrumente vor oder nutzen
einzigartige Datensätze, um unverzerrte Schätzungen für die
Erträge von Schulbildung zu erlangen. David Card hat die
Literatur erfinderisch strukturiert, indem er ein generelles
Modell formuliert hat, das Licht auf die ökonometrischen
Fragen wirft, die eine Rolle bei der Schätzung der Bildungs-
e
rträge spielen, wenn Ausbildungsentscheidungen endogen
getroffen werden. In einer früheren Arbeit hat er zusammen
mit Thomas Lemieux eine ökonometrische Methode entwi-
c
kelt, die es ermöglicht, das Ausmaß zu schätzen, zu dem
Änderungen der Erträge von beobachteten und unbeobach-
t
eten Fähigkeiten für Änderungen in Lohndifferenzialen ver-
a
ntwortlich zeichnen können.
In einer Reihe gemeinsamer Studien haben Card und
Krueger festgestellt, wie Schulqualität Arbeitsmarktfolgen
bestimmt. Während die vorhergehende Literatur mehrdeuti-
g
e Ergebnisse lieferte und zu dem Schluss kam, es gebe keine
Beziehung zwischen Schulqualität und Testergebnissen, ver-
l
agerten Card und Krueger die Diskussion von Schülerleis-
t
ungen auf Arbeitsmarktfolgen. Ihre Studien haben die Art,
wie wir über die Wirkungen von Verbesserungen der Schul-
q
ualität denken und ihre Ergebnisse ökonometrisch bewer-
t
en sollten, strukturiert. Indem sie verschiedene Dimensio-
n
en und Maße der Schulqualität, so wie das Schüler-Leh-
r
er-Verhältnis, die durchschnittliche Länge des Halbjahres
oder das Lehrerjahresgehalt evaluierten, haben sie Beweise
für eine positiv kausale Beziehung zwischen der Schulqua-
l
ität und ökonomischen Bildungserträgen dokumentiert.
Sie haben bewiesen, dass diejenigen, die in US-Staaten mit
höherer Schulqualität ausgebildet wurden, später im Leben
höhere Renditen auf ihre Bildungsinvestitionen erhielten.
Kruegers anschließende Studien zu den Effekten der Klas-
s
engröße und den Renditen des Besuchs eines elitäreren Col-
l
eges erhärten diese Ergebnisse. Ihre Arbeit zur Schulqualität
unterstreicht eindrucksvoll die Rolle der Humankapitalpoli-
t
ik zur Verminderung von Ungleichheit. Card und Kruegers
gemeinsame Arbeit zur Ökonomie der Mindestlöhne spiegelt
ihre Originalität und ihren Stil bei empirischer Forschung wi-
d
er. Sie ist auch ein Vorzeigebeispiel für die Bedeutung der
beiden für die Wirtschaftswissenschaften und die politische
Debatte, da sie zeigt, wie ihre kontroversen Forschungser-
g
ebnisse den Mainstream der Wirtschaftswissenschaften
erschütterten und hitzige Debatten unter Ökonomen und
Politikern entfachten. Wie der größte Teil ihrer Arbeit haben
ihre Studien zu den Effekten des Mindestlohns eine Menge
anschließender Forschung stimuliert, die schlussendlich zu
einem besseren Verständnis der Funktionsweise von Arbeits-
m
ärkten geführt hat.
In einer Studienreihe, die in ihrem Buch „Myth and
Measurement: The New Economics of the Minimum Wage“
zusammengestellt wurde, haben sie empirische Hinweise aus
verschiedenen Arbeitsmärkten, verschiedenen Perioden und
verschiedenen Staaten zusammengetragen, die keine Anzei-
c
hen liefern, dass höhere Mindestlöhne – im Gegensatz zu
den Voraussagen des traditionellen Arbeitsmarktmodells
– die Beschäftigung in den USA mindern. In einer ihrer be-
r
ühmtesten gemeinsamen Studien untersuchten sie 410
Fast-Food-Restaurants in New Jersey und Pennsylvania be-
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