Bosch NKG6... User Manual Page 177

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Dienstag, 30. Juni 2009 / Mardi, 30 juin 2009
Poster / Affiches 12.45-13.45
177
Wyss, Corinne
PO12 Reflexionsfähigkeit und -praxis der Lehrperson. Eine video- und
interviewbasierte Untersuchung junger Lehrpersonen im ersten
Berufsjahr und erfahrener Lehrpersonen
Pädagogische Hochschule Zürich
Keywords
Reflexion im Lehrberuf, Kompetenzmessung, videobasierte Forschung
Seit den 70er Jahren sind im Bereich der Lehrerbildung zahlreiche Forschungsarbeiten
entstanden, die Frage der beruflichen Entwicklung ist jedoch noch heute ein aktuelles
Thema in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Aus der laufenden Debatte entwi-
ckelten sich das Paradigma des reflexiven Lernens und die damit verbundene Metapher
der Lehrperson als „reflective practitioner“. Die berufliche Entwicklung einer Lehrperson
ist somit nicht lediglich ein äusserer Anpassungs- und Eingliederungsprozess, sondern
ein aktiver und zielgerichteter Selbstlernprozess. Die Reflexion des eigenen Handelns
von Lehrpersonen ist darüber hinaus die Grundlage für die eigene Unterrichtsentwick-
lung und ein wichtiger Bestandteil professioneller Lehrerarbeit.
Obwohl heute Einigkeit über die Wichtigkeit der Reflexionsfähigkeit von Lehrpersonen
besteht, sind Erkenntnisse zur Diagnose des eigenen Unterrichts noch kaum vorhanden
(Helmke & Schrader, 2006).
Das laufende Forschungsprojekt setzt hier an, indem es die Reflexionsfähigkeit junger
Lehrpersonen im ersten Berufsjahr (N=21) untersuchen will. Die Untersuchung findet in
Anlehnung an das laufende Projekt „Standarderreichung beim Erwerb von Unterrichts-
kompetenz im Lehrerstudium und im Übergang zur Berufstätigkeit“ (unterstützt durch
den Schweizerischen Nationalfonds) statt. Die Untersuchung geht der Frage nach, wel-
che Fähigkeiten und Einstellungen zur Reflexion von Unterricht Lehrpersonen im ersten
Berufsjahr haben und wie sich diese entwickeln. Ein Vergleich mit erfahrenen Lehrper-
sonen (N=8) soll ausserdem die Unterschiede von Junglehrpersonen zu erfahrenen
Lehrpersonen aufzeigen.
Um die Frage beantworten zu können werden unterschiedliche Instrumente zu zwei
Messzeitpunkten eingesetzt (zu Beginn und Ende des ersten Berufsjahres). Die gehal-
tene Unterrichtslektion wurde videografiert und gleich im Anschluss durch die Lehrper-
son selber sowie durch die Schülerinnen und Schüler anhand eines Reflexionsbogens
evaluiert. Die videografierte Unterrichtslektion wurde ausserdem durch Expertinnen an-
hand vorgefertigter Analyseinstrumente (Kodiersystem und Raterinventar; vgl. Kocher &
Wyss, 2008) beurteilt. Einige Tage nach der Lektion wurde die Lehrperson ausserdem
mündlich befragt. Das stimulated recall Interview soll einen noch spezifischeren Einblick
in die Reflexionsfähigkeit der Lehrpersonen erlauben, indem die Lehrpersonen ihren
eigenen videografierten Unterricht selbstständig reflektieren. Als Grundlage für die Kon-
zeption der Instrumente dienen insbesondere theoretische Konzepte und Modelle von
gutem Unterricht (insb. Helmke, 2003), der Expertenforschung (z.B. Bromme, 1992) so-
wie der Reflexionsforschung (z.B. Fund, Court & Kramarski, 2002; Sparks-Langer, Sim-
mons, Pasch, Colton & Starko, 1990; Harrington, Quinn-Leering & Hodson, 1996).
Da die Datenauswertung derzeit noch nicht a/jointfilesconvert/299825/bgeschlossen ist, können noch keine ab-
schliessenden Aussagen zu den Ergebnissen gemacht werden.
Bisherige Studien zeigen, dass die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Reflexion bei
Lehrpersonen wenig ausgeprägt sind (z.B. Clausen, 2002; Weinert & Schrader, 1986).
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