Bosch NKG6... User Manual Page 190

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Dienstag, 30. Juni 2009 / Mardi, 30 juin 2009
Kleine Symposien / Symposiums courts 14.00-15.30
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Literatur
Appleton, K. (2007). Elementary science teaching. In S. Abell & N. Lederman (Eds.),
Handbook of research on science education (pp. 493-536). Mahwah: Lawrence Erl-
baum Associates.
Scott, P., Asoko, H. & Leach, J. (2007). Student conceptions and conceptual learning in
science. In S. Abell & N. Lederman (Eds.), Handbook of research on science educa-
tion (pp. 31-56). Mahwah: Lawrence Erlbaum Associates.
Beiträge:
Entwicklung anspruchsvoller Lernumgebungen zum naturwissenschaftlichen Un-
terricht in der Primarstufe auf der Basis von Forschungsergebnissen (Klassenkis-
ten) – Beispiel: Schwimmen und Sinken
Möller, Kornelia
Universität Münster
kornelia.moeller@uni-muenster.de
Keywords
Conceptual Change, konstruktivistisch orientierte Lehr-Lernumgebungen, Unterrichts-
material, Schwimmen und Sinken
Die Klassenkisten der Universität Münster werden auf der Basis eines umfangreichen
Forschungsprogramm entwickelt, zu dem Schülervorstellungsforschungen (Interviews,
Aufgabendiagnostik), mikrogenetische Video-Studien zum Aufbau/zur Veränderung
von Konzepten, Prä-Post-Interviews zur Analyse von Lernfortschritten/ Lernschwierig-
keiten, Aufmerksamkeitsbeobachtungen, die Erhebung von Schülerwahrnehmungen
(Fragebögen zu Motivation, Interesse, Selbstwirksamkeit, Kompetenzerleben, Lernzu-
friedenheit) sowie die Analyse von ATI-Effekten im Rahmen von Unterrichtserprobun-
gen gehören. In diesem Beitrag wird das Forschungs- und Entwicklungsprogramm am
Beispiel der Klassenkiste Schwimmen und Sinken vorgestellt (Möller, 2005).
Das Thema Schwimmen und Sinken in der Primarstufe gilt als kognitiv anspruchsvoll.
Im Forschungsprogramm wurde deshalb zunächst untersucht, ob bereits Grundschul-
kinder ein Verständnis der Basiskonzepte Auftrieb und Dichte entwickeln nnen und
welche materiellen und instruktionalen Hilfen sie dafür benötigen. In einem zweiten
Schritt wurde gemeinsam mit Elsbeth Stern (MPI Berlin) eine von der DFG im Schwer-
punktprogarmm BiQua geförderte, quasi-experimentelle Studie zum Aufbau physikali-
scher Basiskonzepte durchgeführt, wobei eine ausgeprägt schülerorientierte Lernum-
gebung (sog. Werkstattunterricht) mit einer stärker strukturierten, auf kognitive Kon-
struktion ausgerichteten Lernumgebung verglichen wurde. Die Ergebnisse dieser Stu-
die zeigten, dass vor allem leistungsschwächere Kinder einen höheren Lernzuwachs in
einer stärker sequenzierten, mit einer strukturierten Gesprächsführung arbeitenden
Lernumgebung hatten (Möller et al., 2002) und dass diese Lernumgebung hinsichtlich
multikriterialer Wirkungen (Blumberg et al., 2004), im Hinblick auf die Förderung von
Mädchen (Blumberg et al., 2008) wie auch hinsichtlich der langfristigen Wirkung von
Conceptual Change-Prozessen überlegen war ( Hardy et al., 2006).
Im Beitrag werden die zugrunde liegenden Forschungsergebnisse, der Prozess der
Entwicklung von Klassenkisten wie auch das Ergebnis der Entwicklung an Beispielen
vorgestellt (Möller, 2005).
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